stolpern
Ein theaterpädagogisches Projekt
Leitung: Matthias Heine, Mai-An Nguyen
 

Mit: Lapo Biasutti, Courtney Bischoff, Mate Böckenhauer, Bianca Ehrecke, Anne Fiedler, Lennard Gantzer, Jan Heider, Florian Jähne, Pola Juniewicz, Leonhard Lorenz, Zuzanna Pacholska, Norah Scharnholz, Magdalena Schmukal, Dennis Selka, Fanny Struve, Taha Temel, Lina Zegenhagen, Jula Zwicker

Was passiert nach dem Stolpern? Entweder man fängt sich wieder – oder fällt hin …

Vor vielen Häusern in deutschen Städten sind «Stolpersteine» eingelassen. Sie verweisen auf unzählige, tragische Schicksale von während der NS-Unrechtsherrschaft deportierten Menschen – und fordern ein Erinnern ein an jenes Kapitel deutscher Geschichte, das trotz einer doch angeblich so vorbildlichen «Erinnerungskultur» mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten scheint.

Eine Gruppe junger Menschen aus Berlin und Cottbus setzt sich mit einer Gegenwart auseinander, in der rechtsnationale Parteien erstarkt, die Gesellschaft so fragmentiert erscheint wie schon lange nicht mehr und sogenannte Protestbewegungen völkisches Gedankengut skandierend durch die Innenstädte ziehen – und fragt sich: Wie mit dem Wissen um Verfolgung, Deportation und Ermordung verschiedener, bis heute marginalisierter Gruppen umgehen? Wie dieses Wissen erhalten? Was dem gesellschaftlichen Rechtsruck entgegensetzen? Und vor allem: Wie sich – heute und in Zukunft – entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung stellen?

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Projektes »Stolpersteine« wird ausgehend von Stolpersteinen in Berlin und Cottbus – und in Auseinandersetzung mit den Biografien, auf die sie verweisen – nicht nur die gemeinsame Geschichte, sondern auch die gemeinsame Verantwortung junger Menschen in beiden Städten verhandelt.

Bühne: Ulla Willis, Kostüme: Vanessa Sampaio Borgmann, Choreografie: Zaida Ballesteros Parejo, Dramaturgie: Marcus Peter Tesch, Licht: Sven Mühlbach, Künstlerische Mitarbeit: Aaron Aschenbach, Jule Fuchs, Carolin Schaefer

Eine Kooperation mit dem Piccolo Theater Cottbus. Gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF). Ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht.